Heiner-Müller-Ehrung

 
Zum 80. Geburtstag Heiner Müllers würdigte die Schule ihren Namensgeber mit verschiedenen Projekten. Als Gast begrüßten die Schüler P. K. Trakelehn, einen Freund und Wegbegleiter. Gemeinsam mit der Mittelsächsischen Theater und Philharmonie gGmbH gestalteten die Lehrer und Schüler einen Vorlesewettbewerb und einen Festakt am 27.02.2009 und ehrten so in würdiger Form ihren Namensgeber.
 
Das Interesse an dem Dramatiker ist auch in seinem Geburtsort vorhanden. Das zeigt die beachtliche Resonanz auf bereits stattgefundene Veranstaltungen zu Ehren Heiner Müllers durch die Mittelsächsischen Theater und Philharmonie gGmbH in verschiedenen Eppendorfer Lokalen. Am 24. April 2004 setzte der Deutsche Bühnenverein noch eins drauf und veranstaltete im Rahmen des III. Sächsischen Theatertreffens eine "HOMMÁGE Á MÜLLER" im Hotel "Prinz Albert" in Eppendorf.

Fotografin: Maria Steinfeldt
 
Eine weitere Form der Ehrung ist die Namensgebung des Schulgebäudes. Die Schulkonferenz der Mittelschule hat den Beschluss bereits am 7. Dezember 2004 gefasst, der Beschluss der Schulkonferenz der Grundschule folgte am 3. Mai 2005. Das Gebäude, vor der Wende "Lilo-Herrmann-Oberschule", jetzt namenlos, hat am Jahrestag des 77. Geburtstages, im Januar 2006 feierlich den neuen Namen erhalten. Die Benennung ist zugleich eine Ehrung für den Dramatiker und ebenso eine Verpflichtung für Schüler und Lehrer. Schließlich macht es nicht nur der Name. Die Schule sollte dann diesem Namen auch Ehre machen. Das hieße: die Werke Heiner Müllers in den Unterricht einbeziehen. Dabei hofft die Schule auch auf Unterstützung durch die Heiner-Müller-Gesellschaft, mit der sie bereits eine Zusammenarbeit pflegt.
 
Nun trägt diese Zusammenarbeit bereits die ersten Früchte: Der Suhrkamp Verlag Frankfurt/Main hat der Grund- und Mittelschule neun Bände mit Gedichten, Prosa, Stücken und autobiographischen Schriften Heiner Müllers übergeben. Die Bücher werden den Schulen im Rahmen der Feierstunde übergeben und sollen die Arbeit mit dem Werk Heiner Müllers unterstützen.
 
Am 9. Januar 2006, dem 77. Geburtstag Heiner Müllers, fand der offizielle Festakt zur Benennung der Schule statt. Das Medieninteresse war groß. Eppendorf hat die erste Heiner-Müller-Schule in Deutschland. Darauf kann man zu Recht stolz sein.
 
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Biographisches über Heiner Müller


Am 9. Januar 1929 wurde Heiner Müller in diesem Haus an der Freiberger Straße in Eppendorf geboren. Der Eigentümer des Gebäudes hat im Gedenken daran eine Tafel mit den Geburts- und Sterbedaten anbringen lassen.

Heiner Müllers Vater arbeitete im Rathaus und war Sozialdemokrat. Die Verfolgung durch die Nazis ließ nicht lange auf sich warten. Die Verhaftung des Vaters, die der kleine Heiner als Vierjähriger erlebte, prägte ihn in seinem späteren literarischen Schaffen und in seiner Einstellung überhaupt. Nachdem der Vater wieder frei war, zog die Familie nach Mecklenburg. So richtig angefreundet hat sich Heiner Müller in seiner Kindheit damit wohl nicht. Er blieb als Fremder und als vermeintlicher Kommunist ein Außenseiter. Seine Freundin wurde die Literatur.

Kurz vor dem Ende des 2. Weltkrieges musste Heiner Müller zum Volkssturm und geriet in amerikanische Gefangenschaft. Danach kehrte er zunächst nach Mecklenburg zurück und arbeitete im Landratsamt Waren. 1947 kam er mit seiner Familie wieder nach Sachsen. Der Vater wurde Bürgermeister in Frankenberg. Heiner Müller arbeitete dort in der Stadtbibliothek und besuchte die Oberschule. Mit 22 Jahren stand er vor der Entscheidung, seinen Eltern nach Westdeutschland zu folgen. Er entschied sich dafür, in der noch jungen DDR zu bleiben. Müller ging nach Ostberlin und arbeitete als Journalist. In den 50er Jahren entstanden seine ersten Werke. Gesellschaftskritik war immer sein Thema. 1961 wurde er nach der Aufführung des Dramas "Die Umsiedlerin" aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen und erst 1988 wieder aufgenommen. Da war er schon weltberühmt. Immer wieder wurden von ihm verfasste Stücke in der DDR verboten. Manches wurde stattdessen im Ausland aufgeführt. Nach der politischen Wende in der DDR widmete sich Heiner Müller verstärkt der Theaterarbeit. 1992 veröffentlichte er seine Autobiographie. Am 30. Dezember 1995 verstarb Heiner Müller in Berlin im Alter von 66 Jahren.

 

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